Seitdem er in Zürich lebt – seit über zwei Jahrzehnten – sammelt der aus dem holländischen Leiden stammende Japanologe, Prof. Cornelius Ouwehand, zeitgenössische Keramik aus Europa und Japan. Angeregt von der japanischen Töpferkunst, öffneten sich ihm die Augen für die europäische Keramikszene. Mit Nachdruck verfolgte er das Geschehen in der Schweiz, in den Niederlanden, in Deutschland, England, Frankreich, Italien und Österreich. 55 europäische und 11 japanische Keramiker sind mit ihren Werken in der Ausstellung vertreten. Welche Anziehungskraft übt die moderne Keramik auf den Sammler aus? Neben der Kreativität faszinieren ihn Materie, Form, Farbe und Muster, die der Künstler mit den Elementen in Einklang zu bringen versucht. Diese Möglichkeiten einer Metamorphose stehen üblicherweise einem Bildhauer oder Maler nicht zur Verfügung. Und letztlich bedeutet der kontrollierte, gelenkte oder auch völlig unerwartet eintretende «Zufall» für den Sammler den wunderbaren Reiz eines keramischen Kunstwerks.
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