Die fortschreitende Zerstörung unserer Umwelt hat Künstler veranlasst, mit den sich immerfort wandelnden Materien der Natur zu arbeiten. Daraus sind zeitlich begrenzte Werke entstanden, die schmelzen, reissen, wachsen, welken und vergehen. In der Ausstellung setzen drei Künstler ihre Naturbeobachtung jenseits der Wissenschaft zu sinnlich erlebbaren Installationen um. Sie lassen den Betrachter am Reichtum des Weges teilhaben, der oft wichtiger ist als das Ziel. Andy Goldsworthy, der seit 15 Jahren in der Natur arbeitet, deckt Irritationen über scheinbar so vertrautes Material wie Steine und Schnee auf. Durch ihre ganzheitliche Lebensauffassung mahnt Rose-Marie Nöcker, für die Weizen Nahrung und verfremdeter Werkstoff zugleich ist, an die Verarmung der Artenvielfalt. Regula Guhl betritt einen Grenzbereich, um mit einer Fülle der schönsten duftenden Rosen die poetisch-ästhetische und beklemmende Faszination von Lebendigem und Verdorrtem erlebbar zu machen.
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